Neuerungen in der privaten Krankenversicherung


Bereits lange Zeit ging die Botschaft durch die Presse, das derzeitige Gesundheitssystem müsse reformiert werden und dies schon zu Beginn des Jahres 2011, so die Erklärung des Gesundheitsministers Rösler. Demnach wird es ab Januar vor allem in der privaten Krankenversicherung einige Neuerungen geben. Gründe des relativ maroden Gesundheitssystems sind: Aufpreise beim Kauf von Medikamenten, steigende Behandlungskosten der ärzte oder Kostensteigerungen bei Krankenhausaufenthalten. Das heißt Krankenkassen müssten für ihre Versicherten erheblich tiefer in die Tasche greifen, was zur Folge hat, dass viele dieser Dienstleistungen stark gekürzt wurden und die Beiträge in Zukunft merklich in die Höhe schnellen werden. Die Skala der Beitragssteigerungen reicht hierbei von 0,5% über 7% bis teilweise sogar in den zweisteligen Bereich. Dies bedeute zugleich für Arbeitgeber, höhere Beitragszahlungungen für ihre Angestellten. Dabei ist zu überlegen ob ein Wechsel von einer gesetzlichen zu einer privaten Krankenversicherung sinnvoll und wünschenswert wäre. Bisher war es zumindest der Fall, das Arbeitnehmer über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg ein solides Bruttogehalt vorweisen mussten, um sicherzustellen den gesetzlichen Versicherungschutz kündigen zu können. Dieser Zeitraum wird nun jedoch auf lediglich ein Jahr herabgesetzt. Dies hätte demnäch zur Folge - einfachere Wechselmöglichkeiten und zudem fielen keine regelmäßigen Kosten mehr an. Des Weiteren kämen dem Privatversicherten Annehmlichkeiten wie Chefarztbehandlungen, kürzere Praxiswartezeiten, homöopathische Behandlungen und mehr Komfort bei Krankenhausaufenthalten zu Gute. Somit sind individuell zugeschnittene Behandlungsmodelle, owohl für den privatversicherten Selbszahler als auch für den Arzt, recht attraktiv. Nichtsdestotrotz ist zu überlegen welche Absicherungsform einem selbst sympathischer ist, da ein Wechsel zurück zur gesetzlichen Versicherung erst dann erneut möglich wäre wenn das Arbeitnehmergehalt wieder in den staatlich versicherungspflichtigen Bereich fallen würde und eine private Absicherung demnach finanziell nicht mehr zumutbar wäre. So sei also jedem Versicherungspflichtigen davon abzuraten, Hals über Kopf die Versicherung zu wechseln und sich einzig und allein von preislichen Lockangeboten verführen zu lassen. Eine klar durchdachte Vorstellung persönlicher Erwartungen und Vorteile an die jeweilige Krankenkasse sind Prinzipien, die jeder im Hinterkopf präsent haben sollte.
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